ÄSTHETISCHE AUGENLIDCHIRURGIE, BLEPHAROPLASTIE
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Chirurgie der Augenlider in Genf. Aesthetics – Geneva

Blepharoplastien bieten die Korrektur vorhandener Alterungsanzeichen im Bereich der Lider und das Ersetzen des Aussehens „Müdigkeit des Blicks“ durch ein ausgeruhteres und entspannteres Aussehen.

Die häufigsten Korrekturen sind folgende:
– Obere schwere und fallende Lider mit markanter Falte
– Schmale untere Lider
– Fetthernien , verantwortlich für de „Taschen“

Definition 
„Blepharoplastien “ bezeichnen schönheitschirurgische Eingriffe der Augenlider zur Entfernung vorhandener Schönheitsfehler, ob erblich oder altersbedingt. Sie können lediglich die beiden oberen bzw. unteren Lider betreffen oder alle vier Lider gleichzeitig.
Eine Blepharoplastie kann einzeln oder zusammen mit einem anderen schönheitschirugischen Eingriff des Gesichts ausgeführt werden (Stirnlifting, Lifting der Temporalregion, Hals- und Gesichtslifting), ja sogar eine medizinisch-chirurgische Therapie (Laserbrasion, Peeling, Dermabrasion). Diese Massnahmen können im Lauf des gleichen Eingriffs oder bei einem zweiten Durchlauf vorgenommen werden.

Ziele 
Eine Blepharoplastie bietet die Korrektur vorhandener Alterungsanzeichen im Bereich der Lider und das Ersetzen des Aussehens „Müdigkeit des Blicks“ durch ein ausgeruhteres und entspannteres Aussehen.
Die häufigsten fraglichen Schönheitsfehler sind folgende:

  • Obere schwere und fallende Lider mit überschüssiger Haut, die eine mehr oder weniger markante Falte bilden
  • Schmale untere welke Lider mit kleinen horizontalen Falten infolge der Hautüberdehnung
  • Fetthernien, verantwortlich für „Taschen unter den Augen“ im Bereich der unteren Lider oder oberen „aufgedunsenen“Lider

Grundsätze 
Der Eingriff zielt auf die dauerhafte Korrektur dieser Schönheitsfehler durch operative Entfernung der Haut- und Muskelüberschüsse sowie fetthaltiger Erhebungen, wobei selbstverständlich die wesentlichen Funktionen der Lider nicht verändert werden.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass zahlreiche andere Veränderungen vorhanden sein können, dass deren Behandlung aber nur durch den Einsatz komplexerer Techniken als eine einfache klassische Blepharoplastie möglich ist oder durch Inanspruchnahme von zusätzlichen chirurgischen Verfahren. Ebenso verhält es sich mit der Erschlaffung der Stirn und abfallenden Augenbrauen, Löwenfalten zwischen den Augenbrauen, Krähenfussfalten am Augenrand, Augenringe, „eingefallene“ Augen, „traurige“ Augen mit fallenden Augenrändern sowie kleine oberflächliche Unzulänglichkeiten der Haut (Narben, Flecken usw.).

Der sowohl bei der Frau als auch biem Mann vorgenommene eingriff erfolgt üblicherweise ab dem vierzigsten Lebensjahr. Manchmal wird er auch viel früher vollzogen, wenn die Schönheitsfehler anlagebedingt sind (erbliche Faktoren) und nicht altersbedingt wie gewisse „Fetttaschen“.

Vor dem Eingriff 
Eine Befragung mit nachfolgender Untersuchung der Augen und Lider wird vom Chirurgen auf der Suche nach  Anomalien durchgeführt, die den Eingriff erschweren, ja sogar dagegen sprechen können.
Eine augenärztliche Spezialuntersuchung wird häufig zusätzlich gefordert, damit eine etwaige Augenkrankheit erkannt wird.
Präoperative Abklärungen werden gemäss Vorschriften durchgeführt.
Der Anästhesist wird zur Besprechung hingezogen, spätestens aber 48 Stunden vor dem Eingriff.
Kein Arzneimittel mit Aspirin darf in den 10 Tagen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Je nach Art der Narkose können Sie aufgefordert werden, 6 Stunden vor dem Eingriff nüchtern zu bleiben (nichts essen noch trinken).

Narkosearten und Modalitäten des Spitalaufenthalts

Narkosearten 
Drei Verfahren sind möglich:

  • Reine örtliche Betäubung, bei dem ein Schmerzmittel lokal injiziert wird, um die Gefühllosigkeit der Augenlider sicherzustellen.
  • Tiefe überwachte Lokalanästhesie durch intravenöse Verabreichung von Beruhigungsmitteln („Wach-“Narkose).
  • Klassische Vollnarkose, bei der Sie vollständig schlafen.

Die Wahl unter diesen einzelnen Techniken wird sich aus dem Gespräch mit Ihnen, dem Chirurgen und dem Anästhesisten ergeben.

Modalitäten des Spitalaufenthaltes 
Der Eingriff kann „ambulant“ durchgeführt, das heisst mit Entlassung noch am gleichen Tag nach einigen Stunden Beobachtung.
In manchen Fällen kann jedoch ein kurzer Spitalaufenthalt besser sein. Die Einweisung erfolgt also morgens (oder manchmal am Vortag nachmittags), und die Entlassung wird schon am Folgetag gestattet.

Eingriff 
Hautschnitte

  • Obere Lider: sie sind in der Falte auf halber Höhe des Lides verborgen zwischen dem beweglichen und dem festenTeil des Augenlids.
  • Untere Lider: sie sitzen 1 bis 2 mm unter den Wimpern und können etwas nach aussen verlängert werden.

Der Verlauf dieser Schnitte entspricht natürlich dem Ort der späteren Narben, die also in den natürlichen falten verborgen sind.
Anmerkung: Bei den unteren Lidern im Fall getrennter „Taschen“ (ohne zu entfernende überschüssige Haut) kann eine Blepharoplastie über die Bindehaut erfolgen, das heisst Einschnitte imInnern der Lider, wobei folglich keine sichtbare Narbe auf der Haut zurückbleibt.

Resektionen 
Von diesen Schnitten aus werden die unästhetischen Fetthernien entfernt, und überschüssiger erschlaffter Muskel und Haut entfernt. In diesem Stadium können zahlreiche technische Verfeinerungen angebracht werden, um sich jedem Fall und je nach Gewohnheiten des Chirurgen anzupassen.
Nähte 
Sie werden mit sehr feinen Fäden ausgeführt, normalerweise nicht selbstauflösend (nach wenigen Tagen zu entfernen).
Je nach Chirurg, Anzahl der zu operierenden Lider, Ausmass der anzubringenden Verbesserungen und etwaige Notwendigkeit zusätzlicher Eingriffe kann der Eingriff eine halbe bis zwei Stunden dauern.

Operative Auswirkungen 
Es gibt keine echten Schmerzen, aber möglicherweise ein gewisses Unbehagen mit einem Spannungsgefühl der Augenlider, einer leichten Reizung der Augen oder einige visuelle Störungen.
In den ersten Tagen ist ein Höchstmass an Ruhe notwendig, und jede heftige Anstrengung muss vermeiden werden.
Die operativen Auswirkungen werden im Wesentlichen durch ein auftretendes Ödem (Schwellung) und Blutergüsse (blaue Flecken) gekennzeichnet, deren Grösse und Dauer stark von einem Individuum zum anderen schwanken.
Manchmal beobachtet man in den ersten Tagen, dass ein völliges Schliessen der Lider unmöglich ist bzw. einen leichten Augenaussenwinkel, der nicht mehr absolut für den Augapfel gilt. Diese Anzeichen sind nicht beunruhigend, die in der Regel schnell zu beheben sind.
Die Fäden werden zwischen dem 3. und 6. Tag nach dem Eingriff gezogen.
Die Stigmata des Eingriffs schwächen sich allmählich ab und ermöglichen die Rückkehr zu einem normalen sozio-professionellen Leben nach wenigen Tagen (6 bis 20 Tage je nach Ausmass der Nähte).
Die Narben können in den ersten Wochen etwas rosig bleiben, aber das Schminken ist schnell zulässig (normalerweise ab dem 7. Tag).
Eine leichte Verhärtung der abstehenden Bereiche kann einige Monate andauern, ist aber durch das Umfeld nicht wahrnehmbar.

Ergebnis 
3 bis 6Monate sind notwendig, um das Ergebnis zu beurteilen. Diese Zeit ist notwendig, damit das Gewebe seine ganze Geschmeidigkeit zurückerhält und die Narben bestmöglich verblassen.
Der Eingriff ermöglicht meistens die Korrektur der erschlaffenden Haut und die Entfernung der Fetthernien und berichtigt so das alternde Aussehen und den müden Blick.
Die Ergebnisse einer Blepharoplastie gehören in der Regel zu den dauerhaftesten der Schönheitschirurgie. Die Entfernung der „Taschen“ ist praktisch endgültig, und es gibt normalerweise nie Rückfälle. Die Haut dagegen altert weiterhin, und die daraus entstehende Laxität kann auf Dauer wieder zu faltigen Lider n führen. Allerdings ist es selten, dass ein neuer Eingriff vor etwa zwölf Jahren erwogen wird.

Unzulängliches Ergebnis 
Es kann aus einem Missverständnis in Bezug auf das entstehen, was man vernünftigerweise erwartet hat. Es handelt sich um die Erschlaffung der Stirn und die abfallenden Augenbrauen, die nur durch ein Lifting der Stirn- und Temporalregion korrigiert werden können.
Es kann auch das Ergebnis von unerwarteten Hautreaktionen oder ungewöhnlichen Vernarbungserscheinungen sein. So kann man sehen, dass ein Teil der Veränderungen (feine Fältchen insbesondere) erhalten bleibt, ein Auge etwas zu eingefallen ist (knöcherner Rand der sichtbaren Augenhöhle), eine leichte Retraktion nach unten der unteren Augenlider beobachtet wird oder eine kleine Asymmetrie oder etwas zu lange „weisse“ Narben zu erkennen sind.
Diese Unzulänglichkeiten können gegebenenfalls mit einer kleinen „Nacharbeit“ korrigiert werden, die meistens unter einfacher örtlicher Betäubung ab dem 6. Monat nach dem Ersteingriff erfolgt.

Mögliche Komplikationen  
Eine Blepharoplastie, obwohl aus hauptsächlich ästhetischen Beweggründen durchgeführt, bleibt trotzdem ein echter chirurgischer Eingriff, was mit Risiken in Verbindung mit jeder noch so kleinen medizinischen Massnahme verbunden ist.
Man muss Komplikationen in Verbindung mit der Anästhesie und denen mit dem operativen Eingriff unterscheiden.
Was die Anästhesie betrifft, informiert der Anästhesist selbst den Patienten über Narkoserisiken. Man muss wissen, dass die Narkose im Organismus manchmal unvorhersehbare Reaktionen auslöst, die mehr oder weniger leicht zu bewältigen sind: Die Tatsache, auf einen absolut kompetenten Anästhesisten zurückzugreifen, der in einem chirurgisch professionellen Umfeld seine Tätigkeit ausübt, führt dazu, dass die Risiken statistisch fast vernachlässigbar geworden sind.
Es ist wichtig zu wissen, dass die Techniken, Narkoseprodukte und Überwachungsmethoden in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht haben und optimale Sicherheit bieten, vor allem wenn der Eingriff nicht im Notfall und bei einer gesunden Person erfolgt.
Was den operativen Eingriff betrifft: Bei Wahl eines qualifizierten und kompetenten Schönheitschirurgen, der für derartige Eingriffe ausgebildet ist, begrenzen Sie diese Risiken auf ein Minimum, ohne sie jedoch völlig zu beseitigen.
Zum Glück sind die echten Komplikationen infolge einer fachgerecht ausgeführten Blepharoplastie selten. In der Praxis laufen Eingriffe problemlos ab, und die Patienten sind vollkommen zufrieden mit dem Ergebnis.
Deshalb und trotz ihrer Seltenheit müssen Sie über die möglichen Komplikationen Bescheid wissen:

  • Hämatome: meist harmlos können sie entfernt werden, wenn sie zu gross sind.
  • Infektion: eher ungewöhnlich, bei einer Blepharoplastie ausser einigen seltenen Mikro-Abszessen, die sich an den Nahtstellen entwickelt haben und leicht lokal behandelt werden können. Einer leichten Bindehautentzündung wird durch grundsätzliches Verschreiben von Augentropfen in den ersten Tagen verhindert.
  • Wundheilungsstörungen: sehr selten im Bereich der Augenlider, wo die sehr feine Haut normalerweise fast unsichtbar heilt; es kann dennoch vorkommen, dass die Narben am Ende nicht so unauffällig bzw. verschwunden sind.
  • Epidermiszysten: Sie können entlang der Narben auftreten, verschwinden aber meist spontan. Ansonsten ist es einfach, sie zu entfernen, ohne die Qualität des Endergebnisses zu gefährden.
  • Verletzungen der Augenoberfläche: meist versehentlich, sie sind normalerweise harmlos, und wenn sie richtig behandelt werden, bilden sich schnell und ohne Folgeerscheinung zurück.
  • Chemosis (Ödem der Bindehaut, die ein gelatineartiges Aussehen annimmt): ziemlich selten nach einer einfachen Blepharoplastie, sie kann nach ein bis drei Wochen verschwinden.
  • Störungen des Tränenflusses: ständig tränende Augen sind seltener als ein „Trockenes-Auge-Syndrom“, das manchmal ein bestehendes Tränendefizit dekompensiert.
  • Ptosis (Schwierigkeit, das Oberlid vollständig zu öffnen): sehr selten ausser nach dem 70. Lebensjahr, wo ein bestehendes Defizit manchmal durch den Eingriff verstärkt wird.
  • Lagophthalmus (vollständiges Schliessen des oberen Augenlides unmöglich): möglich in den allerersten Tagen nach dem Eingriff, seine Fortdauer sollte nach einigen Wochen nicht mehr bestehen.
  • Ektropium (Schrumpfung nach unten des Unterlids): Die schwere Form ist äusserst selten im Verlauf einer richtig durchgeführten Blepharoplastie. Die leichte Form („rundes Auge“) tritt manchmal auf nicht so kräftigen Augenlidern auf, die einer unvorhergesehenen Narbenretraktion unterliegt; meistens verschwindet sie nach einigen Wochen täglicher Massagen zur Lockerung des Augenlids.
  • Schliesslich wurden in der internationalen wissenschaftlichen Literatur über besondere Ausnahmefälle von Diplopie (Doppeltsehen), Glaukom (Augenüberdruck) und selbst Blindheit nach Blepharoplastien berichtet.

Im Endeffekt darf man die Risiken nicht überbewerten, sondern sich einfach klarmachen, dass ein operativer Eingriff, selbst scheinbar einfach, immer Gefahren birgt.
Die Inanspruchnahme eines qualifizierten Schönheitschirurgen stellt sicher, dass dieser die Ausbildung und erforderlichen Fähigkeiten besitzt, wie er diese Komplikationen vermeiden oder gegebenenfalls wirksam behandlen kann.