HAARTRANSPLANTATION
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Definitionen, Ziele und Grundsätze  
Kahlheit wird besonders schlecht empfunden und erlebt sowohl bei Männern wie bei Frauen.
Das Aufkommen der mikrochirurgischen Haartransplantation hat diese Chirurgie verändert. Sie ermöglicht nämlich die Verringerung wichtiger Eingriffe und verbleibender Narben.
Auf dem Gebiet der Kahlheit gibt es allerdings nicht eine einzige Technik, die für alle Fälle anwendbar ist.
Der Grundsatz dieser Behandlungen ist immer derselbe: Entfernung der Haare im Kranzbereich, wo man sicher ist, dass sie niemals ausfallen, um sie in andere Regionen der Stirn und des Oberkopfes (Tonsur) umzusetzen.

Gegenwärtig können vier Technikarten angewandt werden.

  • mikrochirurgische Haartransplantationen
  • Lappentechnik
  • verkleinerte Tonsur
  • KOPFHAUTSTRAFFUNG

All diese Verfahren können bei einem gleichen Patienten kombiniert werden. Jeder Fall muss genau analysiert und mehrere Parameter berücksichtigt werden. Bedeutung der Kahlheit, Geschmeidigkeit der Kopfhaut, Qualität der Haare, Wünsche des Patienten. Je nach dessen Alter und Entwicklung der Kahlheit leitet man die für jeden Fall bestangepasste Strategie ab. Ihr Chirurg muss die Erfahrung all dieser Techniken haben, um Sie in Ihrem Fall am besten zu beraten.
Vor dem Eingriff 
Die üblichen präoperativen Abklärungen werden gemäss Vorschriften durchgeführt. Wenn eine Vollnarkose notwendig ist, wird der Anästhesist zur Besprechung spätestens 48 Stunden vor dem Eingriff hinzugezogen.
Kein Arzneimittel mit Aspirin darf in den 10 Tagen vor dem Eingriff eingenommen werden.
Narkosearten und Modalitäten des Spitalaufenthalts  
Narkoseart: 
Die meisten Eingriffe können unter örtlicher Betäubung erfolgen.
Modalitäten des Spitalaufenthalts:
Der Eingriff kann „ambulant“ durchgeführt, das heisst mit Entlassung noch am gleichen Tag nach einigen Stunden Beobachtung. In manchen Fällen kann jedoch ein kurzer Spitalaufenthalt besser sein.
Die Einweisung erfolgt also morgens (oder manchmal am Vortag nachmittags), und die Entlassung wird schon am Folgetag gestattet.
Eingriff 
Jeder Chirurg verwendet eine Technik, die ihm eigen ist und die er jedem Fall anpasst, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Die Modalitäten sind unterschiedlich je nach Art der übernommenen Technik:
·        MIKROCHIRURGISCHE HAARTRANSPLANTATIONEN: der Arzt entnimmt der Krone ein 8 bis 10 cm langes und 1 bis 2 cm breites Band der Kopfhaut, das in kleinen Fragmenten „abgetrennt wird“ und jeweils ein bis drei Haare (Mikrotransplantationen) oder 4 bis 8 Haare (Minitransplantation) enthält. So viele Perforationen werden in der kahlen Region ausgeführt, die die Implantation der Transplantate ermöglichen. Eine kleine Kruste bildet sich auf jedem Implantat, die nach etwa zwei Wochen abfällt und den Ausfall den implantierten Haars nach sich zieht, das um den 3. Monat nachwächst. Mehrere Sitzungen sind notwendig an der gleichen Empfängerstelle, um eine geeignete Dichte zu erzielen. Der Eingriff ist sehr leicht und erfolgt unter örtlicher Betäubung.
·        die LAPPEN: das Verfahren besteht in der Entnahme eines 15 bis 18 cm und etwa 3 cm breiten Bandes, dessen notwendiger Stiel zur Vaskularisierung nicht abgetrennt ist und um diesen Stiel schwenkt, um in der Stirnregion platziert zu werden. Es ist das einige Verfahren, das in einer einzigen Operation das Anbringen einer grossen Haardichte in der Stirnregion ermöglicht. Aber die Lappentechnik enthält bei manchen Risiken, die von Ihrem Chirurgen erläutert werden müssen. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, aber einige Tage können notwendig sein, bevor die Arbeit wieder aufgenommen wird
·        VERKLEINERTE TONSUR: der Arzt entfernt einen Teil der kahlen Zone und verschliesst sie sofort wieder, wobei er die Elastizität der Kopfhaut nutzt. Normalerweise kann eine 10 bis 12 cm lange auf 3 bis 4 cm breite Zone entfernt werden. Diese Technik findet besonderes Interesse im Bereich der Tonsur und bei Patienten mit guter Elastizität der Kopfhaut. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung ausgeführt und ermöglicht eine vorzeitige Wiederaufnahme der Aktivitäten. Sie kann zwei- oder dreimal mit einigen Monaten Abstand wiederholt werden.
·        KOPFHAUTSTRAFFUNG: diese Technik ist schwerer und verbindet bei der gleichen OP eine Verkleinerung einer sehr breiten Tonsur mit einem oder zwei Lappen zur Abdeckung der Stirnregion. Ein derartiges Verfahren kann die Abdeckung gewisser grosser kahlen Stellen innerhalb von nur zwei Operationen ermöglichen. Sie wird meist unter Vollnarkose durchgeführt und erfordert in der Regel eine Arbeitsunterbrechung von 8 bis 10 Tagen.
Nach dem Eingriff, operative Auswirkungen  
Eine Arbeitsunterbrechung von 4 bis 8 Tagen ist vorzusehen.
Bei Mikrotransplantationen bildeet sich eine kleine Kruste auf jedem Transplantat, das nach 8 bis 10 Tagen abfällt. Die transplantierten Haare fallen mit der Kruste aus und wachsen dann zwischen dem zweiten und dritten Monat nach. Sie wachsen monatlich um etwa 1 cm. Bei Verkleinerungen, Lappen und Kopfhautstraffung fallend ie Haare nciht aus, und die Fäden werden um den 8. Tag gezogen.
Eine Kopfwäsche ist im Allgemeinen 48 Stunden nach der Operation zulässig. Eine sportliche Tätigkeit darf allmählich ab der 4. Woche nach dem Eingriff ausgeübt werden. Schmerzen wie Kopfschmerzen können einige Tage andauern, sie beruhigen sich durch Verschreibung von schmerzstillenden Mitteln.
Die operativen Auswirkungen werden im Wesentlichen durch ein auftretendes Ödem (Schwellung) und Blutergüsse (blaue Flecken) gekennzeichnet, deren Grösse und Dauer stark von einem Individuum zum anderen schwanken.
Ergebnis 
3 bis 6 Monate sind notwendig, um das Ergebnis der Mikrotransplantationen zu beurteilen, und bei allen Fällen sind mindestens zwei Eingriffe notwendig,  um eine ausreichende Haardichte zu erzielen..
Bei den anderen Techniken ist das Ergebnis unmittelbar.
Unzulängliche Ergebnisse 

Mögliche Komplikationen  
Die Behebung der Kahlheit, obwohl aus hauptsächlich ästhetischen Beweggründen durchgeführt, bleibt trotzdem ein echter chirurgischer Eingriff, was mit Risiken in Verbindung mit jeder noch so kleinen medizinischen Massnahme verbunden ist.
Man muss Komplikationen in Verbindung mit der Anästhesie und denen mit dem operativen Eingriff unterscheiden.
·        Was die Vollnarkose betrifft, informiert der Anästhesist selbst den Patienten/die Patientin über Narkoserisiken. Man muss wissen, dass die Narkose im Organismus manchmal unvorhersehbare Reaktionen auslöst, die mehr oder weniger leicht zu bewältigen sind: Die Tatsache, auf einen absolut kompetenten Anästhesisten zurückzugreifen, der in einem wirklich chirurgischen Umfeld seine Tätigkeit ausübt, führt dazu, dass die Risiken statistisch fast vernachlässigbar geworden sind. Es ist wichtig zu wissen, dass die Techniken, Narkoseprodukte und Überwachungsmethoden in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht haben und optimale Sicherheit bieten, vor allem wenn der Eingriff nicht im Notfall und bei einer gesunden Person erfolgt.
·        Was den operativen Eingriff betrifft: Bei Wahl eines qualifizierten und kompetenten Schönheitschirurgen, der für derartige Eingriffe ausgebildet ist, begrenzen Sie diese Risiken auf ein Minimum, ohne sie jedoch völlig zu beseitigen.

Zum Glück sind die echten Komplikationen infolge eines fachgerecht ausgeführten Eingriffes selten. In der Praxis läuft die überwältigende Mehrheit von Eingriffen problemlos ab, und die Patienten sind mit dem Ergebnis zufrieden.

Deshalb und trotz ihrer Seltenheit müssen Sie über die möglichen Komplikationen Bescheid wissen:
·        Haarausfall 2 bis 3 Wochen nach dem Eingriff um die transplantierte zone ist sehr häufig. Er ist in der Regel vorübergehend.
·        Hämatome: meist harmlos können sie entfernt werden, wenn sie zu gross sind..
·        Infektion : eher ungewöhnlich, bei einer Operation der Kopfhaut ausser einigen seltenen Mikro-Abszessen, die sich an den Nahtstellen entwickelt haben und leicht lokal behandelt werden können.
·        Anomalien der Heilung : sehr selten in den Spenderzonen der Transplantation.
·        Epidermiszysten: Sie können auf den transplantierten Haaren auftreten und verschwinden meist spontan. Ansonsten sind sie leicht zu entfernen und gefährden die Qualität des Endergebnisses nicht.
·        Eine vorübergehende Alopezie : kann auf einem Lappen auftreten. Sie tritt um die 3. Woche auf und kann mehr oder weniger bedeutend sein. Beim Nachwachsen der Haare haben diese ein normales Aussehen und eine normale Dichte.
·        Eine Hautnekrose : wird manchmal bei den Lappentechniken beobachtet, in der Regel begrenzt und lokal. Schwerwiegende Nekrosen sind nämlich ungewöhnlich. Die Vorbeugung dieser Nekrosen beruht auf einer richtig erstellten Indikation und der Durchführung eines angepassten, vorsichtigen technischen Eingriffs.

Insgesamt darf man die Risiken nicht überbewerten, sondern sich einfach klarmachen, dass ein operativer Eingriff, selbst scheinbar einfach, immer kleine Gefahren birgt. Die Inanspruchnahme eines qualifizierten Schönheitschirurgen stellt sicher, dass dieser die Ausbildung und erforderliche Fähigkeit besitzt, wie er diese Komplikationen vermeiden und wo er sie gegebenenfalls wirksam behandeln kann.
Allgemeine Schlussfolgerung
Die Chirurgie der Kahlköpfigheit hat einschneidende Fortschritte gemacht, die es heute ermöglichen, in vielen Fällen eine Technik und therapeutische Strategie anzubieten, und so entweder durch einfache Mikrotransplantation oder andere Techniken die Hauptschönheitsprobleme zu lösen, die durch den Haarverlust sowohl beim Mann als auch bei der Frau auftreten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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