Die Straffung der Innenseite der Oberschenkel und Oberarme bezweckt die verminderte Fettunterspritzung, die Entfernung überschüssiger Haut und die Straffung der Haut.

Die Grösse der Narbe an der Innenseite der Arme oder Oberschenkel hängt vom zu entfernenden Gewebe ab.

Definition
Bei Erschlaffen der Haut im Bereich der Innenseite der Oberschenkel kann eine isolierte Fettabsaugung nicht ausreichen, und nur eine Straffung dieser Haut kann diesen Mangel beheben: und zwar das Oberschenkellifting.
Der Eingriff bezweckt folglich die Entfernung überschüssiger Haut, die verminderte Fettunterspritzung, die Entfernung überschüssiger Haut und die „Aufhängung“ der Haut in der Tiefe  (Ebene der tiefen Faszie)

Vor dem Eingriff 
Die üblichen präoperativen Abklärungen werden gemäss Vorschriften durchgeführt.
Der Anästhesist wird zur Besprechung hingezogen, spätestens aber 48 Stunden vor dem Eingriff.
Kein Arzneimittel mit Aspirin darf in den 10 Tagen vor dem Eingriff eingenommen werden.

Narkosearten und Modalitäten des Spitalaufenthalts

Narkosearten 
Die Straffung der Innenseite der Oberschenkel kann unter Vollnarkose oder unter tiefer überwachter Lokalanästhesie durch intravenös verabreichte Beruhigungsmittel durchgeführt werden („Wach-“Narkose).
Die Wahl unter diesen einzelnen Techniken wird sich aus dem Gespräch mit Ihnen, dem Chirurgen und dem Anästhesisten ergeben.

Modalitäten des Spitalaufenthalts 
Der Spitalaufenthalt beträgt durchschnittlich 1 bis 3 Tage.

Eingriff 
Jeder Chirurg verwendet eine Technik, die ihm eigen ist und die er jedem Fall anpasst, um die besten Ergebnisse zu erzielen.

Trotzdem können gemeinsame Grundprinzipien festgelegt werden:

  • Der Einschnitt befindet sich vorne in der Nähe der Leistengegend. Er wird dann in der Furche zwischen Damm und oberem Teil der Innenseite des Oberschenkels verlängert und setzt sich hinten bis zur Gesässfurche fort, wo er endet. Er entspricht der künftigen Narbe.
  • Eine Fettabsaugung ist jedes Mal mit einer Fettunterspritzung in dem Bereich verbunden.
  • Die überschüssige Haut wird bei Bedarf entfernt, und es erfolgt eine Tiefenbefestigung am Aponeurotischen Ligament, das sich an der oberen Innenseite des Oberschenkels befindet, so dass die Korrektur der Erschlaffung aufrechterhalten wird. Es wird vermieden, dass sich die Narbe senkt, und die beständige normale und harmonische Anatomie wird sichergestellt. Die Narbe ist so in einer natürlichen Falte versteckt und folglich ganz unauffällig.
  • Am Ende des Eingriffs wird ein Verband mithilfe von Elastikklebestreifen angebracht bzw. eine Miederhose angelegt.
  • Die Dauer des Eingriffs beträgt durchschnittlich eineinhalb Stunden, aber sie ist je nach Chirurg und Umfang der anzubringenden Verbesserungen variabel.

Operative Auswirkungen 
Die Entlassung erfolgt in der Regel am Folgetag oder am übernächsten Tag nach dem Eingriff.
Bei den operativen Auswirkungen können Blutergüsse (blaue Flecken) und ein Ödem (Schwellung) auftreten. 10 bis 20 Tage nach dem Eingriff bilden sie sich zurück.

  • Schmerzen sind in der Regel unbedeutend und auf einige Erscheinungen wie Ziehen und Reissen begrenzt. Der Heilungszeitraum kann sich aufgrund der Spannung als etwas unangenehm erweisen, die auf die Kanten der Naht ausgeübt wird: in dieser Zeit sollte jede plötzliche ziehende Bewegung vermieden werden.

Eine ein- bis dreiwöchige Arbeitsunfähigkeit ist je nach Beschaffenheit der professionellen Tätigkeit vorzusehen.
Eine sportliche Tätigkeit darf allmählich ab der 6. Woche nach dem Eingriff ausgeübt werden. Die Narbe wird in den ersten 3 Monaten oft benetzt, dann verblasst sie in aller Regel nach dem dritten Monat, und das allmählich in 1 bis 3 Jahren.
Sie darf erst nach 3 Monaten der Sonne ausgesetzt werden.

Ergebnis 
Innerhalb von 6 bis 12 Monaten nach dem Eingriff wird es beurteilt. Oft beobachtet man eine gute Korrektur der Fettunterspritzung und der erschlaffenden Haut, was deutlich die Morphologie des Oberschenkels verbessert.
Die Narben sind normalerweise unauffällig, da sie in einer natürlichen Falte verborgen sind. So haben sich dank verbesserter Techniken und gewonnener Erfahrung die Ergebnisse dieses Eingriffs, der lange einen schlechten Ruf hatte, heute ganz eindeutig verbessert.
Es handelt sich dennoch um eine heikle Operation, die trotz äusserster Sorgfalt nicht vor einer gewissen Anzahl an Unzulänglichkeiten, ja sogar Komplikationen schützt.

Unzulängliche Ergebnisse  
Meistens erweist ein richtig indiziertes und durchgeführtes Lifting der Innenseite der Oberschenkel den Patienten einen echten Dienst mit einem zufriedenstellenden und erwartungsgerechten Ergebnis.
Es ist jedoch nicht selten, dass lokale Unvollkommenheiten beobachtet werden, ohne dass sie echte Komplikationen darstellen.

  • Diese Unvollkommenheiten betreffen hauptsächlich die Narbe, die zu sichtbar sein kann, überschüssig, ja sogar haftend. Bei übermässiger Spannung auf die Nähte kann man ein Absenken, ja sogar ein Abwandern zum unteren Teil der Narbe beobachten, die dem Zugrisiko auf die Vulva ausgesetzt wird. Man weiss auch, dass die Narben im Allgemeinen mit der Zeit verblassen, jedoch nicht vollständig verschwinden. In diesem Zusammenhang darf man nicht vergessen, dass sich der Chirurg zwar um die Nähte kümmert, aber die Narbe Sache der/des Patientin ist. Mit anderen Worten, sie sind den Gefahren jeder Heilung ausgesetzt, die ein hypotrophes Entwicklungsrisiko birgt, das eine Sonderbehandlung benötigt.
  • Die Ergebnisse der Fettabsaugung ihrerseits können durch eine unzureichende Korrektur gekennzeichnet sein, eine leichte verbleibende Asymmetrie oder kleine oberflächliche Unregelmässigkeiten.

Diese unzulänglichen Ergebnisse sind in aller Regel für eine zusätzliche Behandlung zugänglich: „kleine Nacharbeiten“ per OP unter örtlicher Betäubung oder tiefer überwachter Lokalanästhesie, aber nicht vor dem sechsten Monat nach dem Eingriff.

Mögliche Komplikationen  
Ein Lifting der Innenseite der Oberschenkel, obwohl aus hauptsächlich ästhetischen Beweggründen durchgeführt, bleibt trotzdem ein echter chirurgischer Eingriff, was mit Risiken in Verbindung mit jeder noch so kleinen medizinischen Massnahme verbunden ist.
Man muss Komplikationen in Verbindung mit der Anästhesie und denen mit dem operativen Eingriff unterscheiden.
Was die Anästhesie betrifft, informiert der Anästhesist selbst den Patienten über Narkoserisiken.
Was den operativen Eingriff betrifft: Bei Wahl eines qualifizierten und kompetenten Schönheitschirurgen, der für derartige Eingriffe ausgebildet ist, begrenzen Sie diese Risiken auf ein Minimum, ohne sie jedoch völlig zu beseitigen.
Tatsächlich können Komplikationen im Verlauf eines Liftings der Innenseite der Oberschenkel auftreten, das einen der heikelsten Eingriffe der plastischen und ästhetischen Chirurgie darstellt. Unter diesen möglichen Komplikationen sind zu nennen:

  • Thrombo-embolische Zwischenfälle (Venenentzündung, Lungenembolie), obwohl insgesamt ziemlich selten, gehören nach einem derartigem Eingriff zu den gefürchtesten. Strenge vorbeugende Massnahmen müssen deren Auswirkung eindämmen: Tragen eines Stützstrumpfes, frühes Aufstehen, eventuell medikamentöse Blutverdünnung.
  • Entstehung eines Hämatoms, äusserst selten, kann eine Entfernung rechtfertigen, um keine sekundäre Veränderung der ästhetischen Qualität des Ergebnisses zu riskieren.
  • Das Auftreten einer Infektion wird begünstigt durch die Nähe der natürlichen Öffnungen: deren Behandlung eine chirurgische Entwässerung und eine Verschreibung eines Antibiotikums beizieht.
  • Manchmal beobachtet man ab dem 8. Tag nach der OP das Auftreten eines Ergusses in Verbindung mit einem Lymphabfluss: ein derartiger Erguss muss manchmal punktiert werden, und er trocknet normalerweise ohne besondere Folgeerscheinung aus.
  • Eine Hautnekrose wird äusserst selten beobachtet: sie ist in der Regel begrenzt und und lokal. Die Vorbeugung dieser Nekrosen beruht auf einer richtig erstellten Indikation und der Durchführung eines angepassten, vorsichtigen technischen Eingriffs.
  • Veränderte Empfindlichkeit, insbesondere eine verminderte Empfindlichkeit, die im oberen Teil der Innenseite des Oberschenkels vorherrscht, kann beobachtet werden: die normale Empfindlichkeit tritt meist wieder innerhalb von 3 bis 6 Monaten im Verlauf des Eingriffs auf.

Im Endeffekt darf man die Risiken nicht überbewerten, sondern muss sich einfach klarmachen, dass ein operativer Eingriff, selbst scheinbar einfach, immer Gefahren birgt. Die Inanspruchnahme eines qualifizierten Schönheitschirurgen stellt sicher, dass dieser die Ausbildung und erforderlichen Fähigkeiten besitzt, wie er diese Komplikationen vermeiden oder gegebenenfalls wirksam behandlen kann.